LDN-Einnahmepausen einplanen??? (Forum)

winnitou, Mittwoch, 08. Oktober 2008, 14:22 (vor 3328 Tagen)

Hallo "LDNler"!

Ich bin ein leichter MS-Fall und nehme seit ca. 2 Jahren erfolgreich LDN (3mg): keine weitere Verschlechterung!
In letzter Zeit lese ich vereinzelt, dass es angeblich Sinn machen soll, ab-und-zu mal Einnahme-Pausen einzulegen und man nach der Pause wieder umso mehr von LDN profitiert. Leider habe ich keine konkreteren Infos dazu gefunden:
Wie oft Pause, wie lang Pause,...>
Was meint ihr zum Pausen-Thema>


Beste Grüße, ciao,
winnitou

LDN-Einnahmepausen einplanen???

grischan, Mittwoch, 08. Oktober 2008, 20:12 (vor 3327 Tagen) @ winnitou

Hallo winnitou,

das war neulich schon mal Thema. Interessiert mich auch.

Christian

LDN-Einnahmepausen einplanen???

GabiK, Donnerstag, 09. Oktober 2008, 01:03 (vor 3327 Tagen) @ winnitou

Hallo,

Also hier sind meine "two cents" zu diesem Thema.

Dr. Lawrence meinte am Anfang, dass man alle 10 Tage ein paar Tage Pause machen sollte. Er hat sich allerdings "belehren" lassen und seine Meinung geaendert. Laut Dr. Bihari und auch laut Dr. Skip nimmt man LDN ein Leben lang. Wenn man es hier und da einmal vergisst macht das nichts aus. Und wenn eine Operation bevor steht muss man gezwungener Weise das LDN fuer ein paar Tage absetzen. Allerdings je laenger man es absetzt desto groesser die Chancen dass ein neuer Schub kommt. Laut Dr. Skip's letzter Umfrage haben die paar Leute, die trotz LDN einen weitern Schub hatten bzw. deren Gesundheitszustand sich verschlechterte gedacht, dass sie keine MS mehr hatten und auf das LDN verzichtet. Nach kurzer Zeit ohne LDN kamen dann die alten MS Symptome wieder.

Ich persoenlich nehme LDN seit fast 3 Jahren (1.12) und ich habe es bestimmt schon 40 mal vergessen bzw. es bewusst nicht eingenommen weil ich nicht sicher war ob ich es vor 5 Minuten schon genommen habe oder nicht. ;o) (Ja, ja...das Alter!)

Aber ich habe es immer nur eine einzelne Nacht verpasst. Nicht gleich ein paar Naechte nach einander.

Auch wenn ich es nicht einnehme, kann es gut sein, dass ich trotzdem um halb vier morgens aufwache. Was eigentlich nur bedeutet, dass meine Gehirnanhangsdruese auch dann den erwuenschten Endorphinschub ausloest.

Aber ich persoenlich wuerde es nie mehr als ein oder zwei Tage riskieren. Ich habe eine handvoll LDN Kapseln im Geldbeutel und ein paar weitere im Handschuhfach nur fuer den Notfall, dass ich aus irgendeinem Grund nicht zu Hause bei meiner LDN-Dose schlafe.

GabiK

LDN-Einnahmepausen einplanen???

winnitou, Samstag, 11. Oktober 2008, 11:02 (vor 3325 Tagen) @ winnitou

Ja, ich fühle mich sozusagen auch "geschützt", wenn ich LDN täglich abends nehme.
Aber: In einer von den 4 Studien, die TOM kürzlich eingestellt hat, ist anscheinend auch die Rede davon, dass man ab-und-zu Pause machen soll.
Kennt jemand diese Studie genauer, WARUM diese angesprochenen Pausen (wie oft, wie lang) sein sollen>

Beste Grüße,
winnitou

» Hallo "LDNler"!
»
» Ich bin ein leichter MS-Fall und nehme seit ca. 2 Jahren erfolgreich LDN
» (3mg): keine weitere Verschlechterung!
» In letzter Zeit lese ich vereinzelt, dass es angeblich Sinn machen soll,
» ab-und-zu mal Einnahme-Pausen einzulegen und man nach der Pause wieder
» umso mehr von LDN profitiert. Leider habe ich keine konkreteren Infos dazu
» gefunden:
» Wie oft Pause, wie lang Pause,...>
» Was meint ihr zum Pausen-Thema>
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» Beste Grüße, ciao,
» winnitou

LDN-Einnahmepausen einplanen???

thaddaeus @, Samstag, 11. Oktober 2008, 13:47 (vor 3325 Tagen) @ winnitou

Hallo winnetou,

ich glaube, Du hast unter dem Link von Tom das Wort "intermittently" falsch interpretiert. Dr. Zagon hat festgestellt, wie andere schon vor ihm, dass die komplette Blockade der Rezeptoren, also mit Hochdosis-Naltrexone, die EAE bei den Mäusen verschlechtert. Hochdosis bedeutet auch gleichzeitig 24 Std. Wirkung, deshalb würde ich das Wort auch mit "mit Unterbrechungen" (oder stoßweise, periodisch) übersetzen, aber das bezieht sich wohl darauf, dass eine Niedrigdosis halt nur 4-6 Std. täglich wirken soll.

Interessant ist ja nebenbei auch, dass Dr. Zagon nicht Beta-Endorphin, sondern Met-Enkephalin und OGF (Opioid Growth Factor) für die Wirkung des LDN verantwortlich macht. Und als Wirkung beschreibt er eine Hemmung der T-Zellvermehrung, also auf gut deutsch "Immunsupression"...und außerdem meint er, es macht keinen Unterschied, ob LDN morgens oder abends eingenommen wird.

Dr. Bihari ist übrigens erst durch die theoretische und tierexperimentelle Arbeit von Dr. Zagon in den frühen 80ern auf das Naltrexon gekommen. Dr. Bihari hat es dann einfach an seinen Patienten ausprobiert, während Dr. Zagon bis heute weiterforscht.

Gruß taddel

LDN-Einnahmepausen einplanen???

winnitou, Sonntag, 12. Oktober 2008, 10:15 (vor 3324 Tagen) @ thaddaeus

Hallo Taddel,

hmmm, interessante Interpretation des Wortes "intermittently". OK, könnte schon so gemeint obwohl diese Interpretation erstmal schon nicht ganz so naheliegend ist wie "Einnahme/Anwendung mit Unterbrechungen".
Schlage vor, wir nehmen diese Deine Interpretation bis auf weiteres als Arbeitshypothese und halten weiterhin Augen und Ohren offen hinsichtlich der Fragestellung "Pausen einlegen: ja/nein>".

Besten Gruß, ciao,
winnitou


» Hallo winnetou,
»
» ich glaube, Du hast unter dem Link von Tom das Wort "intermittently"
» falsch interpretiert. Dr. Zagon hat festgestellt, wie andere schon vor
» ihm, dass die komplette Blockade der Rezeptoren, also mit
» Hochdosis-Naltrexone, die EAE bei den Mäusen verschlechtert. Hochdosis
» bedeutet auch gleichzeitig 24 Std. Wirkung, deshalb würde ich das Wort
» auch mit "mit Unterbrechungen" (oder stoßweise, periodisch) übersetzen,
» aber das bezieht sich wohl darauf, dass eine Niedrigdosis halt nur 4-6
» Std. täglich wirken soll.
»
» Interessant ist ja nebenbei auch, dass Dr. Zagon nicht Beta-Endorphin,
» sondern Met-Enkephalin und OGF (Opioid Growth Factor) für die Wirkung des
» LDN verantwortlich macht. Und als Wirkung beschreibt er eine Hemmung der
» T-Zellvermehrung, also auf gut deutsch "Immunsupression"...und außerdem
» meint er, es macht keinen Unterschied, ob LDN morgens oder abends
» eingenommen wird.
»
» Dr. Bihari ist übrigens erst durch die theoretische und tierexperimentelle
» Arbeit von Dr. Zagon in den frühen 80ern auf das Naltrexon gekommen. Dr.
» Bihari hat es dann einfach an seinen Patienten ausprobiert, während Dr.
» Zagon bis heute weiterforscht.
»
» Gruß taddel

LDN-Einnahmepausen einplanen???

grischan, Sonntag, 12. Oktober 2008, 13:54 (vor 3324 Tagen) @ thaddaeus

Hi taddel,

"Immunsupression" Also doch> Das war ja mal ein Streit bei MS World damals. Ob nun immunstärkend oder regulierend. Und nun macht es was ähnliches wie Beta und Co>

Gruß

LDN-Einnahmepausen einplanen???

winnitou, Montag, 13. Oktober 2008, 11:16 (vor 3323 Tagen) @ grischan

Immunsuppression> Interessanterweise habe ich aber mit/seit LDN eher seltener Erkältung als vorher! Alles nur Zufall>
Wie geht's Euch dahingehend>
Ciao,
winnitou

» Hi taddel,
»
» "Immunsupression" Also doch> Das war ja mal ein Streit bei MS World
» damals. Ob nun immunstärkend oder regulierend. Und nun macht es was
» ähnliches wie Beta und Co>
»
» Gruß

LDN-Einnahmepausen einplanen???

grischan, Montag, 13. Oktober 2008, 11:35 (vor 3323 Tagen) @ winnitou

Eher mehr. Nehme gerade alles mit, was unser Sohn so aus dem Kindergarten mit heim bringt;-)) Und Erkältung lässt auch die MS wieder erwachen, leider.

C.

LDN-Einnahmepausen einplanen???

thaddaeus @, Montag, 13. Oktober 2008, 13:28 (vor 3323 Tagen) @ grischan

» Eher mehr. Nehme gerade alles mit, was unser Sohn so aus dem Kindergarten
» mit heim bringt;-)) Und Erkältung lässt auch die MS wieder erwachen,
» leider.
»
» C.

Hi grischan,

was der Doktor da herausgefunden hat - naja, schön dass überhaupt jemand an LDN weiterforscht. Man weiß ja leider sehr wenig, ganz allgemein...

Gruß taddel

LDN-Einnahmepausen einplanen???

Günna, Dienstag, 28. Oktober 2008, 18:36 (vor 3307 Tagen) @ thaddaeus

» Hallo taddel und andere,

zum Thema Einnahmepausen habe ich folgendes gefunden. Stammt von einem
Dr. M R Lawrence, der sich auf Dr. Bihari bezieht und selbst zu LDN forscht. Der Beitrag stammt von 2004.

Auf die Gefahr hin, dass das Ganze noch verwirrender wird, trotzdem:

THERAPIEEMPFEHLUNG:
Nehmen Sie 3 mg als Anfangsdosis im ersten Monat ohne Unterbrechung. Wenn bei dieser Dosis keine bedeutenden Nebenwirkungen auftreten, starten Sie eine 4,5 mg Dosis, wieder ohne Unterbrechung. Fahren Sie mit dieser Dosis fort bis Ihre Symptome stabil sind und evtl. einige bescheidene Verbesserungen eintreten, dann machen Sie zwei Tage Pause. Führen Sie diesen Einnahmerhythmus fort (10 Tage mit und 2 Tage ohne Medikament). Als weitere Möglichkeit siehe unten "Intermittent Therapy".

"...."

INTERMITTENT THERAPY - UNTERBROCHENE THERAPIE:

Wenn ein Medikament für einen längeren Zeitraum eingenommen wird, auch bei der sehr niedriger Dosierung die hier angewandt wird, bleibt es möglich, dass der Körper sich langsam an die ununterbrochene Gegenwart des Medikaments anpasst und die Reaktion auf das Medikament schließlich nachlässt. Dieser Vorgang wird als Anpassung bezeichnet, wenn der Körper schließlich eine Toleranz gegenüber dem Medikament entwickelt.

Außerdem wird als Resultat dieses Anpassungsvorgangs der fortwährende Gebrauch eines Medikaments auch eine Situation der Abhängigkeit erzeugen. Unter diesem Umstand wird was vorher als normaler Zustand einer physiologischen Aktivität angesehen wurde (in diesem Fall der vom Gehirn produzierte Endorphinlevel), abhängig werden von der fortgesetzten Gegenwart des Medikaments.

Um ein Entstehen dieser Situation zu verhindern, und entgegen dem Rat von Dr. Bihari, wird es als ratsam angesehen, eine Art periodischer Therapie anzuwenden. Die anfänglich empfohlene Routine war, das Naltrexone täglich drei Wochen lang einzunehmen und danach für eine Woche auszusetzen. Es scheint jedoch nun so, dass diese Methode bei einigen Patienten signifikante Verschlechterungen während des unbehandelten Zeitraums zulässt.

Der aktuelle Rat lautet deshalb nun, das Medikament 10 Tage lang einzunehmen, danach könnte es angemessen sein, zwei Tage Pause zu machen.

Dieses Muster eines unterbrochenen Gebrauchs erlaubt dem Körper, während der nicht behandelten Phase zurückzukommen zu einem normalen Aktivitätsstadium, so dass wenn das Medikament wieder eingenommen wird, es einen erneuten und erhöhten Effekt haben wird, somit der Nutzen der Therapie aufrecht erhalten wird.

Somit, nach dem einleitenden ersten Monat der Behandlung mit 3 mg, wenn es keine größeren Probleme mit dieser Dosis gibt, nehmen Sie zwei Wochen die 4,5 mg Kapseln, um den Wirkungslevel dieser Dosis zu etablieren. Es wäre dann angemessen, die Behandlung für zwei Tage einzustellen und danach als regelmäßiges sich wiederholendes Einnahmemuster fortzufahren mit 10 Tagen mit und zwei Tagen ohne Medikament.

Meistens können während dieser Zweitagespause keine schlimmen Symptomverschlechterungen festgestellt werden.

Einige Patienten bevorzugen es, nur einen Tag zu unterbrechen an einem bestimmten Tag jede Woche.

Es wird erwartet, dass diese Anwendungsmethode das Risiko von MS Rückfällen vermindert bei zeitweisem oder längerem Rückzug von dem Medikament, aus welchem Grund auch immer.


Also 5 Autoren, 8 Meinungen....

Viele Grüße
Günna


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